Kopfzeile

Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers J 1

Der einsitzige Mitteldecker J 1 war das erste Muster des Junkers-Flugzeugbaues.
Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Versuchsflugzeug
Baujahr: 
1915 (12. Dezember)
Besatzung: 
1
Triebwerk: 
Daimer D II
Leistung (kW): 
88 kW
Leistung (PS): 
120 PS
Spannweite: 
12,95 m
Länge: 
8,62 m
Höhe: 
3,11 m
Flügelfläche: 
24,60 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
170 km/h
Startmasse: 
1080 kg

Der einsitzige Mitteldecker J 1 war das erste Muster des Junkers-Flugzeugbaues, das welterste flugfähige verspannungslose Ganzmetallflugzeug mit dicken Flügeln. Es revolutionierte grundlegend den Flugzeugbau und vereinigte in seiner Konstruktion bereits wesentliche Merkmale der künftigen Flugzeuge aus Dessau.

Zu den auffälligen Neuheiten gehörten die freitragende Ganzmetallbauweise, das aerodynamisch vorteilhaft gestaltete Flügelprofil und die tragende Blechaußenhaut. Das zu jener Zeit ungewöhnlich elegante Aussehen erregte sofort Aufsehen. Die Außenhaut wurde aus papierdünnen (0,1 bis 0,2 mm starken) Eisenblechstreifen im Abstand der jeweiligen Streifenbreite auf Eisenrippen gesetzt, die dem Rumpf und den Flügeln die gewünschte Form gaben (Schalenbauweise), und mittels elektrischer Schweißung zusammengefügt. Noch unzureichend war die Verbindung der Flügel mit dem Rumpf gelöst, denn der Pilotensitz unterbrach die zuvor als zweckmäßig erwogene Holmverbindung der Tragflächen. Das hatte zur Folge, dass bei einem der Versuchsflüge im Januar 1916 ein Flügel beim harten Aufsetzen zur Landung abknickte. Das Flugzeug wurde in der Dessauer Badeofenfabrik "Junkers & Co." im Jahre 1915 gebaut (Junkers sagte später: "zusammengeklempnert") sowie in unterschiedlichen Versuchsreihen probebelastet und fertigungstechnisch geprüft.

Prof. Junkers stand damals noch kein Werkfluggelände zur Verfügung. Deshalb begann die Flugerprobung am 12. Dezember 1915 auf dem Heeresflugplatz Döberitz bei Berlin. Sie erbrachte den Flugtauglichkeitsnachweis, eine beachtenswert hohe Fluggeschwindigkeit, jedoch wegen der relativ hohen Startmasse eine vergleichsweise geringe Steiggeschwindigkeit. Es blieb vor allem deshalb bei diesem Einzelexemplar.