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Junkers Bosch

Kalenderblätter

Dr. h.c. Hermann Köhl

Der fliegende Pionier - 70. Todestag von Dr. h.c. Hermann Köhl, Hauptmann a. D. und Ozeanflieger

Wer glaubt in der Begrifflichkeit 'Pionier' schon eindeutig den wagemutigen Bezwinger des Ozeans von Ost nach West erkannt zu haben, hat wohl nicht ganz unrecht. Der Titel 'Pionier' steht aber in gleichem Maße für die erste berufliche Ausrichtung des späteren Soldaten, Offiziers und Pour-le-Mérite-Fliegers Hermann Köhl.

Druckkabine einer Ju49

Das fliegende U-Boot - Erstflug der Ju 49 am 2. Oktober 1931

1931 war eines der weniger erfreulichen Jahre. In der Wirtschaft kriselte es allerorten so sehr, dass sogar die eine oder andere wichtige oder auch weniger bedeutende Bank zusammenbrach. Der Staat lieh sich Geld von National- und Großbanken der umliegenden Mächte, die Gläubiger Deutschlands verhandelten über eine kurzfristige Aussetzung der Reputations- und Kriegsschuldzahlungen, und der Arbeitsmarkt hinterließ mit der traurigen Rekordhöhe von fünf Millionen Arbeitslosen ebenfalls seine Spuren in den Geschichtsaufzeichnungen.

Prof. Junkers, Mader, Schleissing, Brauer u.a. vor einer G 38

Prof. Junkers, Mader u.a. vor einer G 38

17. September 1880: Prof. Dr. Otto Mader geboren

Junkers ging seinen Schaffensweg immer in möglichst tiefer Vertrautheit zu all seinen Mitarbeitern, unabhängig von Ihrer Position. Nur so konnte er die zum Teil stark visionären Ziele in die Tat umsetzen und graue Theorie in kraftvolle Praxis umwandeln. Einer seiner wichtigsten Vertrauten war der Leiter seiner Forschungsanstalt, Professor Otto Mader.

Die Besatzung der F 13 "Annelise" und Werksangehörige nach dem Höhenweltrekord.

Junkers F13

Der Rekordflug des Junkers-Verkehrsflugzeuges F 13

Bereits wenige Monate nach ihrem Erstflug am 25. Juni 1919 stellte das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt einen Höhenweltrekord auf. Über diesen Rekordflug existieren mehrere Originalberichte. Der anschaulichste stammt von Jfa-Buchhalter Rudolph Müller, der in den Genuss dieses Fluges vor allem deshalb kam, weil er nur 47 kg wog. Die Bestimmungen der F.A.I. (Féderation Aéronautic International) erforderten nämlich, dass das Durchschnittsgewicht der mitfliegenden Personen 65 kg nicht übersteigt.

Die Junkers G31 von außen

Junkers G31

Erstflug der Junkers G 31

Der 7. September 1926 war kein wirklich aufregender oder ereignisreicher Tag. An ihm wurden keine großen Berühmtheiten geboren, aufregende Preise verliehen oder historische Entdeckungen vorgenommen. Bleibt vielleicht die europäische Uraufführung von Ben Hur im Ufa-Pavillon in Berlin zu erwähnen, um dem Tag zumindest etwas kulturhistorischen Glanz zu verleihen. Es war bewölkt, leicht regnerisch. Kühle Temperaturen um die 15 Grad Celsius zeugten von typisch herbstlichem Wetter. Lediglich ein Taifun sorgte in Japan für reichlich Wirbel.

Belastungsprobe des Versuchsflügels mit 15 Personen.

Belastungsprobe

Die Junkers J1

"Blechesel" - so bezeichnen die Kameraden von Leutnant von Mallinckrodt halb bewundernd, halb spöttelnd, die neuartige Konstruktion, welche sie kurz vor dem Weihnachtsfest 1915 erstmals zu Gesicht bekommen. Und Mallinckrodt erklärt sich wagemutig bereit, den ersten Junkers'schen Eindecker - ganz aus Metall - zu fliegen. Es gibt noch keinerlei Erfahrungen mit diesem eisenbeplankten und verspannungsfreien Fluggerät, welches er am 12. Dezember in die Luft bringen möchte.

Die Junkers F13 Replika von Rimowa bei ihrem Erstflug am 15. September 2016

Nach fast 100 Jahren hebt sie wieder ab

Erstflug der Junkers F13 von RIMOWA

Am 15. September 2016 erlebte das Projekt zur Rückkehr der Junkers F13 den lang ersehnten Höhepunkt: In Dübendorf in der Schweiz fand fast 100 Jahre nach der Einführung der „Urmutter aller Verkehrsflugzeuge“ der legendäre, offizielle Erstflug der Replika statt. Pünktlich zum Take-Off wurde aus dem Projektnamen „RIMOWA F13“ eine wahre Junkers F13, die auch namentlich das Erbe des Visionärs Professor Hugo Junkers weiterführt.

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