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Junkers Bosch

Kalenderblätter

F 13 "Annelise" auf dem Flug nach Moskau

F 13 "Anneliese"

8. Oktober 1919: Der Moskauflug der F 13 "Annelise"

Am Sonntag, den 5. Oktober 1919 landete zur Mittagszeit bei trüben Wetter ein sechssitziges Verkehrsflugzeug auf dem Flugplatz Johannisthal, das bei den flugbegeisterten Berlinern einiges Aufsehen erregte. Gehört oder gelesen hatten sie bereits von diesem Flugzeug, sein Höhenweltrekord vor vier Wochen hatte in vielen Zeitungen gestanden.

Unteroffizier Schade, der mit einer Junkers J 2 tödlich verunglückte

Max Schade

23. Sept. 1916: Todessturz von Unteroffizier Schade mit einer Junkers J 2

"Wie kann man nur solche Dinger bauen?" machte sich der in Dessau zu Besuch weilende Flugzeugmeister über die Begeisterung seines Flugschülers Max Schade lustig, als dieser ihm stolz auf einer Wiese bei Dessau vor das neue Jagdflugzeug der Junkerswerke führte. Der Eindecker entsprach so gar nicht dem damals üblichen Militärflugzeugstandard. Bisher galt es als erwiesen, dass ein Jagdflugzeug leicht gebaut sein musste, um sich schnell und wendig durch die Luft bewegen zu können, deshalb wurde nur Holz und Stoff als Baumaterial verwendet. Dieses Flugzeug hier aber bestand ganz aus Metall.

F 13 D-218 auf dem Amazonas bei Para

F 13 in Brasilien

24. Juni 1923: Das Ende der ersten Südamerika-Expedition

Anfang April 1923 hatte die Junkers-Südamerika-Expedition nach Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten den brasilianischen Bundesstaat Parà erreicht. Bisher waren dem Pionierflug von Kuba nach Argentinien der Mechaniker Wilhelm Thill und die F 13 D 217 "Flamingo" zum Opfer gefallen. Leider sollten es nicht die einzigen Opfer bleiben ...

F 13 D-218 nach der Ankunft in Para

F 13 in Brasilien

März 1923: Die Junkers-Südamerika-Expedition auf dem Weg nach Brasilien

In Rio de Janeiro hatten sich die Junkersvertreter Walter Stahl und Hans Gronau inzwischen sorgfältig auf das Eintreffen der Südamerikaexpedition vorbereitet. Das Programm war in großen Zügen festgelegt, die Liste der einzuladenden Gäste ausgearbeitet und die technischen Vorbereitungen für die geplanten Rundflüge getroffen worden, doch sie warteten vergeblich auf die beiden Flugzeuge ...

F 12 D-218 in La Guaira

F 12 in La Guaira

Februar 1923: Die Junkers-Südamerika-Expedition in Venezuela

Die von den amerikanischen Piloten in Santo Domingo als schwierig eingeschätzte erstmalige Überfliegung des Karibischen Meeres verlief ohne größere Probleme, auch die vorausberechnete Flugzeit wurde nur geringfügig überschritten. Nach der Landung in La Guaira entschloss sich Expeditionsleiter Walter Jastram daraufhin, seinen dringend benötigten Bordmechaniker Werner Junkers, der per Dampfer auf dem Weg nach Argentinien war, nach Venezuela zurückzubeordern. Eine folgenschwere Entscheidung, wie sich später herausstellen wird...

Motorüberholung auf der Seeflugstation am Valenciasee (Venezuela)

Januar 1923: Die Junkers-Südamerika-Expedition in der Karibik

Nach Beendigung der Reparaturarbeiten an der F 13 "Birkhahn" im Junkersstützpunkt Almendaresbucht bei Havanna erhielt der Expeditionsleiter Walter Jastram einen ungewöhnlichen Auftrag. Anlass war ein schreckliches Unglück: Das Flugboot "Columbus" der amerikanischen Aero-Marine A.-G. war am 14. Januar 1923 auf einem regelmäßigen Postflug von Key West nach Havanna ins Wasser gestürzt, dabei waren fünf Passagiere ertrunken: der amerikanische Multimillionär Edwin F. Atkins, seine beiden kleinen Söhne und deren Kindermädchen. Der Pilot und zwei weitere Passagiere konnten gerettet werden.

F 13 D-217 und D-218 in der Almendaresbucht

F 13 in Kuba

Dezember 1922: Start der ersten Junkers-Südamerika-Expedition

Nach dem erfolgreichen Erstflug und aufsehenerregenden Höhenweltrekord ihres ersten Verkehrsflugzeuges F 13 im Jahre 1919 wollte den Junkerswerken die Markteinführung ihres neuartigen und bahnbrechenden Ganzmetalleindeckers nicht so recht gelingen. Der Ansturm der Käufer blieb aus, da Europa nach dem Ende des ersten Weltkrieges mit Militärflugzeugen überschwemmt war und überall Luftfahrtgesellschaften aus dem Boden schossen, die damit Luftverkehr betrieben. Dabei stand die Postbeförderung im Vordergrund, reisewillige Personen zogen die vertraute Eisenbahn oder das bequeme Auto vor.

W 33 D-2072 "ESA" einen Augenblick vor der Rettung

W 33

10. September 1931: Der Ozeanflugversuch der W 33 "ESA"

Am 10. September 1931 - einem Donnerstag - startete in Lissabon eine W 33 morgens um 9 Uhr dreißig zu einem Flug nach Nordamerika. Das Flugzeug trug den Namen "Espírito de Santo Agostinho", kurz ESA genannt, und gehörte Wilhelm Rody aus Bad Ems. Dieser junge Mann aus reichem Hause hatte eine größere Erbschaft gemacht und wollte sich einen großen Traum erfüllen: einen Flug als Passagier von Berlin nach New York. Die erste Etappe von Berlin nach Lissabon hatte er bereits hinter sich gebracht, jetzt folgte der schwierigste Teil der Reise - der Flug über den Transatlantik.

F 13 D-192 mit Pilot Zimmermann in Amsterdam

F 13 in Amsterdam

7. August 1922: Zimmermann gewinnt den "Großen Tyrrhenischen Pokal"

Im Sommer 1922 hatte der Junkers-Luftverkehr nach anderthalbjähriger Tätigkeit in Deutschland und der Schweiz bereits erste Erfolge aufzuweisen. Zwischen Berlin und Genf bestand eine durchgehende Luftverkehrsstrecke, die nach Plänen des Leiters der Abteilung Luftverkehr, Gotthard Sachsenberg, den Ausgangspunkt für ein europäisches Luftverkehrsnetz bilden sollte. Sein nächstes Ziel war die Weiterführung dieser Strecke nach Italien.

Erster Gegenkolben-Zweitakt-Gasmotor von 100 PS (1892)

Oechelhaeuser-Junkers Gasmotor

8. Juli 1892: Patentanmeldung des Junkers-Oechelhaeuser-Gegenkolbenmotors

Am 8. Juli 1892, einem Freitag, meldete ein junger Ingenieur namens Hugo Junkers ein Patent an, das sein ganzes weiteres Leben entscheidend beeinflussen und dessen Umsetzung und Vervollkommnung ihn bis in das hohe Alter beschäftigen sollte.

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