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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers T 21

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Aufklärungsflugzeug
Baujahr: 
1923 (Erstflug am 12. Juni in Dessau)
Besatzung: 
2
Triebwerk: 
BMW III a
Leistung (kW): 
136 kW
Leistung (PS): 
185 PS
Spannweite: 
10,77 m
Länge: 
7,30 m
Höhe: 
2,50 m
Höchstgeschwindigkeit: 
220 km/h
Startmasse: 
990 kg

Im Jahre 1923 gründete Prof. Junkers in Fili, damals noch ein Moskauer Vorort, die "Junkers-Werke Dessau, Zentrale für Russland" und brachte dort seine seit dem ersten Weltkrieg bekannte Duralumin-Leichtbauweise ein. Das Werk diente der Unterstützung der sowjetischen Zivil- und Militärluftfahrt. Vorbereitende Arbeiten wie auch Flugerprobungen fanden in Dessau statt. Eines der für die Fertigung in Fili bestimmten Flugzeugmuster war der zweisitzige Hochdecker T 21, hervorgegangen aus der Weiterentwicklung der T 19 des Jahres 1922.

Im selben Jahr hatten in Dessau die Arbeiten unter der Projektbezeichnung "Hagen" begonnen. Zwei T 21-Versuchsflugzeuge wurden gebaut und erprobt (Werknummern 354 und 355), danach als Musterausführungen nach Fili transportiert. Vom Vorgängertyp T 19 unterschied sich die T 21 unter anderem durch ihren robusten Rumpf, die veränderte Spannweite sowie außenbords am Rumpf angebrachte Kraftstofftanks, die bei Gefahr abgeworfen werden konnten. Für die Erprobung wurde der Motor BMW IIIa benutzt, für die Fili-Serie später auch der BMW IV a.

Der T 21-Nachbau erhielt die Lizenzbezeichnung H 21 und wurde an die sowjetischen Fliegerkräfte als Ju 21 geliefert. Es war das erste in Russland gefertigte Junkers-Flugzeugmuster und fand Verwendung als bewaffnetes Aufklärungsflugzeug. Dazu wurde es in Fili mit zwei starr eingebauten Maschinengewehren für den Piloten und einem weiteren MG, montiert auf einem Drehkranz, für den Beobachter ausgerüstet. Für den Wintereinsatz konnte das Fahrgestell gegen ein Schneekufengestell mit Gleitkörpern aus Duralumin-Wellblech ausgetauscht werden. Später ausgemusterte Ju 21 wurden für zivile Dienste als Luftbildflugzeuge eingesetzt.