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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers S 36

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Versuchsflugzeug
Baujahr: 
1927 (Erstflug am 5. September)
Besatzung: 
3
Triebwerk: 
2 x Gnôme et Rhône "Jupiter VI"
Leistung (kW): 
706 kW
Leistung (PS): 
960 PS
Spannweite: 
20,15 m
Länge: 
11,40 m
Höhe: 
4,60 m
Flügelfläche: 
54,00 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
245 km/h
Startmasse: 
4300 kg

Im Jahre 1927 verließ ein dreisitziger freitragender Tiefdecker, eingetragen mit der Typenbezeichnung S 36, die Dessauer Montagehalle. Es war das erste Exemplar und blieb das einzige Flugzeugmuster mit zwei Motoren, das unter der Regie von Prof. Junkers gebaut worden ist.

Der Erstflug fand am 5. September 1927 statt. Diese S 36 war die Werknummer 3200. Für den Antrieb sorgten zwei Motoren Gnôme et Rhône. Das doppelte Seitenleitwerk am Heck war eine Fortentwicklung des G 31-Leitwerkes. Obgleich der Rumpf und die Tragflächen, traditioneller Dessauer Bauweise folgend, wellblechbeplankt waren, wurde die S 36 versuchsweise auch mit Glattblech, aufgenietet auf Flügelnase und Flügeloberseite, erprobt. Der Rumpfbug (die Bugnase) war gerundet und glattblechbeplankt. Nach dem Abschluss des Erprobungsprogramms in Dessau wurde das Flugzeug nach Limhamn geliefert worden, erhielt die schwedische Kennung S-AABL und diente als Vorlage für das in Limhamn gebaute und bewaffnete Muster K 37.

Im Winter 1927/1928 wurde das Flugzeug für Luftbildzwecke umgerüstet. Dazu wurden Segmente des Rumpfbuges verglast und in den Rumpfboden, heckwärts zur Flügelhinterkante, eine Öffnung zur Aufnahme der Kamera eingearbeitet. Das Flugzeug erhielt eine deutsche Kennung (D-1252), befand sich noch im Jahre 1936 im Besitz der Dessauer Werke (Kennung zu diesem Zeitpunkt D-AMIX) und ist offenbar für unterschiedliche Umrüstungs- und Flugerprobungen weiterverwendet worden. Diese S 36 wurde im Baujahr 1927 als Transportflugzeug deklariert, war aber ein Musterbau für Limhamn und blieb, seiner Nutzung zufolge, primär ein schwer verkäufliches Versuchsflugzeug. Es wird vermutet, jedoch nicht zweifelsfrei belegt, dass eine oder mehrere weitere S 36 gebaut worden sind.