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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers K 43

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Kampfflugzeug
Baujahr: 
1927
Besatzung: 
4
Triebwerk: 
BMW "Hornet"
Leistung (kW): 
385 kW
Leistung (PS): 
525 PS
Spannweite: 
18,35 m
Länge: 
10,50 m
Höhe: 
3,18 m

Mit dem einmotorigen Lizenzmuster K 43 bot das Junkers-Zweigwerk Limhamn eine weitere Zivilflugzeugadaption für militärische Verwendungen an, deren Ausgangstyp das Dessauer Mehrzweckflugzeug W 34 war (die Bezeichnung K 43 entstand aus der Umkehrung der Typennummer des Zivilflugzeuges W 34).

Vorteile diese Militärversion waren ihr relativ geräumiger Frachtraum, die leistungsstarke Motorisierung, die MG-Bewaffnung sowie die Möglichkeiten zur Bombenaufhängung unter den Flügeln. Daher war die K 43 sowohl als militärischer Luftkurier, als Transporter von Armeefracht, als Luftaufnahmen-Aufklärer als auch als leichter Bomber geeignet - also wiederum der Mehrzweckverwendung zugedacht.

Anfänglich war die K 43 für die Selbstverteidigung mit nur einem MG-Stand im Rumpfrücken versehen, später kam ein zweiter Gefechtsstand hinzu. Dem gemäß konnte die Besatzungsstärke zwischen zwei und vier Mitgliedern schwanken (Pilot, Beobachter, bis zu zwei Bordschützen). Die Motorisierung variierte je nach den Ausstattungswünschen der Besteller; eingebaut wurden vornehmlich Motoren der "Bayerischen Motoren-Werke A.G." (BMW), der "Pratt & Whitney Aircraft Corporation" (USA) sowie der "Wright-Martin Aircraft Corporation" (USA). Das Radfahrwerk war mit geringem Montageaufwand gegen Schwimmer austauschbar. In rund 20 Exemplaren ist das Flugzeug nach Argentinien, Bolivien, Finnland und Portugal geliefert worden.

In einer Dessauer Werbeschrift etwa aus dem Jahre 1926 wurde unter der vorläufigen Bezeichnung K 43 zur Nachfrageerkundung der Versuchsbau eines bewaffneten offenen Zweisitzers inseriert, der in dieser Variante zwar nicht verkauft worden ist, aus dem aber später der Typ K 47 hervorging.