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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers K 37

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Kampfflugzeug
Baujahr: 
1927
Besatzung: 
3
Triebwerk: 
2 x Siemens "Jupiter VI"
Leistung (kW): 
750 kW
Leistung (PS): 
1 020 PS
Spannweite: 
20,14 m
Länge: 
11,40 m
Höhe: 
4,60 m
Flügelfläche: 
54,00 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
226 km/h
Startmasse: 
4500 kg

Aus dem zweimotorigen Dessauer Versuchsflugzeug S 36 ging im Jahre 1927 in Limhamn das zweimotorige leichte Kampfflugzeug K 37 hervor. Es wurde auch als Fernaufklärer und leichter Bomber angeboten.

Wie andere Militärflugzeugvarianten des Junkers-Zweigwerkes in Limhamn wurde auch die K 37 nicht von vornherein gezielt für bestimmte militärische Zwecke entwickelt, sondern es war ein umfunktioniertes Flugzeugmuster und insofern ein Versuch, den Forschungs- und Entwicklungsaufwand des Dessauer Junkers-Stammwerkes auch auf den internationalen militärischen Märkten zu verwerten.

In Limhamn wurde die aus Dessau gelieferte S 36 auf zwei Siemens-Motoren umgerüstet und mit vier Maschinengewehren bestückt. Je ein bewegliches MG befand sich im oberen Rumpfbugsegment und im Rücken des Rumpfmittelteiles. Außerdem konnte nach dem Abnehmen einer Bodenklappe eine Schießluke im Rumpfboden genutzt werden. Die dreiköpfige Besatzung bestand aus dem Flugzeugführer, dem Beobachter und dem Bordschützen. Letzterer konnte durch einen Kriechgang am Rumpfboden die drei Gefechtsstände erreichen und gegebenenfalls wechseln. Das war für ein kampffähiges Flugzeug eher ein Provisorium. Unter den Tragflächen ließen sich Bomben mit einer Gesamtmasse bis zu 500 kg einhängen. Der Einsatz war sowohl als Landversion (mit Radfahrwerk) wie auch als Wasserversion (mit Schwimmern) möglich. Die Sitze und die oberen Gefechtsstände waren offen. Die ersten beiden K 37 trugen die schwedischen Kennungen S-AABL und S-AABP. Das letztgenannte Flugzeug mitsamt der Nachbaulizenz erwarb das japanische Flugzeugbauunternehmen "Mitsubishi Nainenki Kabushiki Kaisha". Es schuf nach dieser Vorlage in den Jahren 1932 und 1935 die Bomberbaureihen Ki 1 und Ki 2.