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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers K 30

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Kampfbombenflugzeug
Baujahr: 
1926
Besatzung: 
4
Triebwerk: 
3xJunkers L5
Leistung (kW): 
684 kW
Leistung (PS): 
930 PS
Spannweite: 
29,50 m
Länge: 
15,30 m
Höhe: 
4,30 m
Flügelfläche: 
94,50 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
180 km/h
Startmasse: 
6780 kg

Als die Ummotorisierung der dreimotorigen G 23 -Flugzeuge zu G 24 bei der "A.B. Flygindustri" in Limhamn in vollem Gang war, interessierten sich schon Chile, die Sowjetunion und Spanien für eine militärische Variante. Daraufhin entstand im Jahre 1925 in Dessau ein Ganzmetalltiefdecker-Muster für die Fertigung in Limhamn. Die entsprechend komplettierte Adaption der G 24 wurde ab dem Jahre 1926 als Kampfbomber unter der Typenbezeichnung K 30 angeboten.

Die ersten K 30-Lieferungen erhielt Chile. Die zweite Serie wurde für sowjetische Fliegerkräfte als Typenversion R 42 (Umkehrung der Typennummer des Ausgangsmusters G 24) geliefert, jedoch erst in Fili bei Moskau nach eigener Konzeption mit Waffen bestückt und dann mit der Typenbezeichnung JuG 1 geflogen.

Die K 30 war mit drei Zwillings-MG-Ständen ausgestattet: Zwei offene Stände, ein vorderer und ein hinterer, befanden sich im oberen Rumpfteil, die MGs auf Drehkränze montiert; der dritte war gestaltet als aus dem Rumpfboden ausfahrbarer und um 360 Grad drehbarer Kampfturm. Der Pilot saß zwischen dem Mittelmotor und dem vorderen oberen Gefechtsstand. An Halterungen unter dem Flügel beiderseits des Fahrgestells konnten Bomben mit einem Gesamtgewicht von 1000 kg eingehängt werden. Die K 30 war auch als Nachtbomber (Orientierung mittels Leuchtbomben) sowie als Luftbildflugzeug (Reihenbilder) einsetzbar und entsprechend ausgestattet. Es war eine Funkanlage installiert. Die geräumige Rumpfkabine konnte als Arbeits- und Aufenthaltsraum genutzt werden. Das Radfahrgestell war gegen ein Schwimmer- und Schneekufengestell austauschbar. Insgesamt sind 31 Flugzeuge der Typenversionen K 30 und R 42 (letztere nur für die UdSSR) in Limhamn gebaut worden.