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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers Ju 52/1m

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Frachtflugzeug
Baujahr: 
1930 (Erstflug im September/Oktober)
Besatzung: 
2
Triebwerk: 
BMW VIIau
Leistung (kW): 
507 kW
Leistung (PS): 
690 PS
Spannweite: 
29,00 m
Länge: 
18,50 m
Höhe: 
4,50 m
Flügelfläche: 
110,50 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
192 km/h
Startmasse: 
6600 kg

Mit einem einmotorigen Lufttransporter, der für die Aufnahme von Nutzmassen um rund zwei Tonnen (2000 kg) sowie für das Benutzen auch behelfsmäßiger Flugfelder geeignet sein sollte, schufen die Dessauer Konstrukteure im Jahre 1930 ein neues Muster mit der Typenbezeichnung Ju 52. Diese erhielt später, als eine dreimotorige Version präsentiert wurde, den Zusatz 1m - als Hinweis auf die einmotorige Ausführung (Ju 52/1m).

Das Flugzeug war ein freitragender Tiefdecker in der für Junkers kennzeichnenden Bauweise in Ganzduralumin. Auffällige Merkmale waren das robuste Fahrwerk, die trapezförmigen Tragflächen mit Junkers-Doppelflügel (Hilfsflügel) über die gesamte Tragfläche hinweg. Das ermöglichte die Minimierung von Landeanflug- und Aufsetzgeschwindigkeiten, vorteilhaft vor allem für kleine und unebene Landeplätze. In den Tragflächen war die Kraftstoffanlage untergebracht, aufgeteilt in mehrere Einzelbehälter. Der waggonartige Kastenrumpf mit seinen relativ hohen Seitenwänden und dem hindernisfreien Laderaum im beträchtlichen Volumen von 20 m² führte zu dem Beinamen "fliegender Möbelwagen". Es war eine Doppelsteuerung vorhanden. Piloten bescheinigten dem neuen Muster "narrensichere Flugeigenschaften".

Der Erstflug des Typs (mit der Werknummer 4001) fand im September/Oktober 1930 mit einem BMW VIIau-Motor (502 kW/690 PS) statt. Diese Ju 52/1m erhielt die Zulassungskennung D-1974. Das Flugzeug wurde der Öffentlichkeit in Berlin-Tempelhof erstmals am 17. Februar 1931 vorgestellt. Im April 1931 flog es zur Erkundung des Flugverhaltens bei veränderten Strömungsverhältnissen als Erprobungsträger mit zwei Seitenmotoren-Attrappen. Dies war der erste flugpraktische Schritt zur Überleitung auf die dreimotorige Ausführung Ju 52/3m.