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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers Ju 160

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Schnellverkehrsflugzeug
Baujahr: 
1934
Besatzung: 
2
Passagiere: 
6
Triebwerk: 
BMW 132 A-2
Leistung (kW): 
490 kW
Leistung (PS): 
660 PS
Spannweite: 
14,30 m
Länge: 
12,30 m
Höhe: 
3,92 m
Flügelfläche: 
34,80 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
335 km/h
Startmasse: 
3550 kg

Die Weiterentwicklung der Ju 60 zur Ju 160 vollzog sich noch unter der unternehmensleitenden Regie des Prof. Junkers, die bauliche Fertigstellung und das Einfliegen nicht mehr, denn am 13. Dezember 1933 wurde der international geachtete Flugtechnikpionier von den Nazis aus Dessau ausgewiesen, die sich seiner "Verkehrsflugzeugschmiede" bemächtigten, um sie zur "Luftwaffenschmiede" umzufunktionieren. Mit dieser Einschränkung kann zumindest noch der Übergang zum Schnellverkehrsflugzeug Ju 160 der "Junkers-Ära" zugeordnet werden.

Der Erstflug einer Ju 160 (Werknummer 4202; Kennung D-UNOR; Merkname "Luchs") fand im Jahre 1934 statt. Zellenmaße und Figuration wichen nur geringfügig von der Ju 60 ab. Das neue Flugzeugmuster wurde in vier Baureihen - Ju 160 A bis Ju 160 D - mit jeweils geringer Stückzahl gefertigt.

Die Erstausführung aus der A-Baureihe war mit einem Motor BMW 132 A-2 (490 kW/660 PS) ausgerüstet, wie der Vorgängertyp verkleidet mit einer NACA-Haube, die vom "National Advisory Committee for Aeronautics" (NACA) in den USA für die aerodynamische Umkleidung von Sternmotoren entwickelt worden war. Geschwindigkeitsbeeinflussende Neuerungen waren vor allem: Ganzglattblech-Schalenbauweise (nunmehr Totalverzicht auf Wellblech); starke Vorderkantenpfeilung der Flügel; zur Rumpfmitte einziehbares Fahrwerk; Verwendung eines Verstellpropellers (anfangs zweistufig für den Start und den Reiseflug); präzise Bündigkeit aller Details mit der Aul3enoberfläche (Einstiegtür, Fenster, Versenkung von Griffen, Trittbügel und Nieten). Die vom Ju 160-Erstling erreichte Höchstgeschwindigkeit lag bei 340 km/h. Das bis dahin schnellste Flugzeugmuster aus Dessau genügte hohen Ansprüchen und wurde hauptsächlich von der Lufthansa eingesetzt.