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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers Ju 13

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Mehrzweckflugzeug
Baujahr: 
1924
Besatzung: 
2
Passagiere: 
4
Triebwerk: 
Junkers L2
Leistung (kW): 
195 kW
Leistung (PS): 
265 PS
Spannweite: 
17,75 m
Länge: 
9,60 m
Höhe: 
4,10 m
Flügelfläche: 
43,00 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
180 km/h
Startmasse: 
2000 kg

Die Typenbezeichnung Ju 13 tritt in der Junkers-Flugzeugbaugeschichte doppelt auf. Sie wurde in der UdSSR verwendet für das Verkehrsflugzeug F 13, das zunächst einsatzfertig aus Dessau geliefert wurde, ab dem Zeitraum 1923/1924 aber auch im Zweigwerk Moskau-Fili aus gelieferten Bauteilen montiert wurde. Der beginnende Aufbau der Fluglinien in der UdSSR vollzog sich mit diesen Ju 13 unter direkter Mitwirkung deutscher Piloten sowie Flugzeug- und Motorenmechaniker.

In kurzer Zeit entstanden die Fluggesellschaften "Dobroljot" (Rußland), "Siblet" (Sibirien), "Ukrwosduchputj" (Ukraine) und "Sakavia" (Kaukasien), in deren Diensten das aus Dessau entsandte Personal tätig war. Die Deutschen stellten den Flugverkehr sicher und bildeten das sowjetisches Fachpersonal aus.

Die zweite Ju 13-Bezeichnung wurde für die militärisch nutzbare Umbauversion der F 13 verwendet. Die Umrüstung wurde mit geringem Aufwand ebenfalls in Fili vorgenommen. Aus dem Rumpfdach hervortretend war jetzt ein MG-Stand vorhanden (MG auf einem Drehkranz montierbar), und es konnten mehrere leichte Bomben mitgeführt werden. Auf diese Weise war die Ju 13 ein Mehrzweck-Kampfflugzeug geworden, wenngleich es als bewaffnetes Kurier-, Aufklärungs- oder Transportflugzeug sowie als Behelfsbomber nur minimalen militärischen Ansprüchen genügen konnte. Diese Version wurde vom Werk in Fili den sowjetischen Fliegerkräften angeboten. Doch findet sie in sowjetischer Luftfahrtgeschichtsliteratur keine Erwähnung, weshalb die Annahme begründet ist, dass sie zwar probeweise geflogen, aber nicht in den Flugzeugbestand aufgenommen wurde. Interessiert zeigte sich aber die Regierung Persiens, die mehrere dieser Flugzeuge bestellte. Im Jahre 1924 wurden sie vom Werkflugplatz Fili auf dem Luftwege nach Teheran geliefert.