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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers G 38

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Passagierflugzeug
Baujahr: 
1929 (Erstflug am 6. November)
Besatzung: 
7
Passagiere: 
34
Triebwerk: 
4 x Junkers L 88a, später JUMO 204 A
Leistung (kW): 
2 352 kW
Leistung (PS): 
3 200 PS
Spannweite: 
44,00 m
Länge: 
23,20 m
Höhe: 
6,85 m
Flügelfläche: 
305,00 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
210 km/h
Startmasse: 
21200 kg

Ein Aufsehen erregendes Ereignis war der Erstflug des viermotorigen Großverkehrsflugzeuges G 38 am 6. November 1929 in Dessau. Es war zu dieser Zeit das weltgrößte zivile Landflugzeug, ausgestattet mit zuerst je zwei Junkers-Motoren L 55 und L 8 a (Gesamtleistung 1470 kW/2000 PS).

Das Flugzeug hatte leicht gepfeilte Tragflächen, das Flügelmittelstück nahm beidseitig je eine besonders bevorzugte Passagierkabine mit Blick in Flugrichtung auf. Die Flügelwurzel maß eine Profildicke von zwei Metern. Auffallend waren zudem das Kastenleitwerk und das gewaltige Tandemfahrwerk. Diese erste G 38 war registriert mit der Werknummer 3301 und der Kennung D-2000. Damit sind mehrere Weltrekorde geflogen worden. Am 2. Mai 1930 stellte die "Deutsche Luft Hansa A.G." (DLH) das Flugzeug in Dienst. Im Februar 1931 erfolgte in der Leipziger Junkers-Werft die erste Ummotorisierung auf nunmehr zwei L 8 a und zwei L 88 a (gesamt: 1764 kW / 2400 PS). Aus zuvor 13 Passagierplätzen wurden 19.

Umbauten vom Oktober 1931 bis zum Sommer 1932 führten zur Aufstockung des Rumpfes; die Passagierplatzanzahl erhöhte sich auf 30, ein Zwischendeck entstand für zusätzliche Luftfracht. Die damit verbundene zweite Ummotorisierung führten zu vier L 88a (jetzt gesamt: 2352 kW / 3200 PS). Im Jahre 1934 nochmals ummotorisiert, flog diese G 38 seither mit vier Junkers-Dieselmotoren Jumo 4 von je 551 kW / 750 PS. Die Kennung änderte sich in D-AZUR. Das Flugzeug ging am 26. Mai 1936 in Dessau zu Bruch.

Die zweite G 38 (Werknummer 3302; Kennung D-2500, später D-APIS) hatte von vornherein 34 Passagierplätze in zwei Rumpfetagen, flog ab dem 1. Juli 1932 bis zum Jahre 1939 im Lufthansa-Streckendienst, wurde danach als Militärtransporter verwendet und im Mai 1941 in Athen durch Bomben zerstört.