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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers G 23

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Verkehrsflugzeug
Baujahr: 
1924 (Erstflug am 18. September 1924)
Besatzung: 
2
Passagiere: 
9
Triebwerk: 
1xJunkers L2; 2x Daimler D III a
Leistung (kW): 
378 kW
Leistung (PS): 
515 PS
Spannweite: 
28,50 m
Länge: 
15,23 m
Höhe: 
5,40 m
Flügelfläche: 
89,00 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
170 km/h
Startmasse: 
2825 kg

Schon im Jahre 1920 hatte Professor Junkers auf größere, mehrmotorige Flugzeuge gedrängt, um die Flugsicherheit, die Wirtschaftlichkeit des Flugverkehrs und die Bequemlichkeit der Flugreisenden zu erhöhten. Nach mehreren Entwürfen und aufgehalten durch die beschränkenden Bestimmungen des Versailler Vertrages begann im Jahre 1923 der Bau eines dreimotorigen Verkehrsflugzeuges, das die Typenbezeichnung G 24 erhalten sollte. Der bei der "Interalliierten Luftfahrt-Friedenskommission" (Ilük) eingereichte Antrag auf Zulassung mit drei Junkers-L 2-Motoren (zusammen 429 kW/584 PS) wurde abgelehnt, nur eine schwächer motorisierte Version mit einem Mittelmotor L 2 und zwei Außenmotoren Daimler D III a (gesamt 378 kW / 515 PS) erlaubt. Diese Variante erhielt die Typenbezeichnung G 23.

Dieser Typ wurde das erste dreimotorige Ganzmetall-Passagierflugzeug in der freitragenden Tiefdeckerbauweise. Es hatte neun Fluggastplätze als lederbezogene Edelsitze und zwei Plätze im Cockpit (Pilot und Flugmaschinist). Der Passagierraum war beheizbar und mit Innenbeleuchtung versehen. Im hinteren Rumpfteil befanden sich der Reisegepäck-Stauraum sowie eine Sanitärzelle (Toilette und Waschraum). Das Flugzeug war mit einer Funkanlage ausgerüstet. Die Motorisierung entsprach der erlaubten, teilweise wurden auch drei Motoren gleicher Leistung Daimler D III a (gesamt 354 kW / 480 PS) eingebaut.

Die Flugerprobung fand in Fürth bei Nürnberg, später auch in Dübendorf (Schweiz) statt. Die ersten drei G 23 kaufte die schweizerische Fluggesellschaft "Ad Astra Aero". Die weiteren aus der ersten Bauserie (Werknummern 831 bis 851) wurden überwiegend in Limhamn (Schweden) auf drei Junkers-Motoren L 2 und damit zur G 24 ummotorisiert.