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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers F 24

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Frachtflugzeug
Baujahr: 
1928 (Erstumbau)
Besatzung: 
2
Triebwerk: 
BMW VI u
Leistung (kW): 
551 kW
Leistung (PS): 
750 PS
Spannweite: 
25,98 m
Länge: 
15,36 m
Höhe: 
5,05 m
Flügelfläche: 
79,20 m²
Höchstgeschwindigkeit: 
185 km/h
Startmasse: 
4700 kg

Mehrere dreimotorige Passagierflugzeuge G 23 / G 24 sind ab dem Jahre 1982 zu einmotorigen Frachtflugzeugen umgebaut worden. Es handelte sich dabei um Flugzeuge der ersten Dessauer Bauserie aus dem Jahre 1925. Die Umbauten erhielten die Typenbezeichnung F 24. Seit der ersten Umwandlung im Frühjahr 1928 wurden eingebaut: der Motor BMW VI u (551 kW / 750 PS), der BMW VII au (507 kW / 690 PS) sowie der Junkers-Rohölmotor Junkers FO 4. Letzterer erhielt in Dessau die Werksbezeichnung W 41 (auch die Bezeichnung J 41 findet sich). Die Flugerprobung fand am 30. August 1929 auf der Route Dessau - Köln statt.

Beim Umbau zur F 24 wurden beidseitig die Tragflächenmittelstücke mit den Motorgondeln entfernt. Der Passagierraum wurde mitsamt dem hinteren Rumpfteil (vormals Stauraum für Reisegepäck; Toilette und Waschraum) von Ausstattungen befreit. Der damit gewonnene Laderaum erwies sich für den zunehmenden Luftfrachtverkehr als eine transportwirtschaftlich günstige Lösung. Die "Deutsche Luft Hansa A.G." (Schreibweise seit der Gründung am 26. Januar 1926; ab 1. Januar 1934 leicht verändert in "Deutsche Lufthansa A.G.") flog mit mehreren F 24-Flugzeugen seit 1928 / 1929.

Im Dezember 1931 stellte sie erstmals eine mit dem Rohölmotor Jumo 4 ausgerüstete F 24 in Dienst. Dieses Flugzeug pendelte auf der Route zwischen Berlin-Tempelhof und Amsterdam. Es war die ehemalige G 23 mit der Werknummer 850, die im Jahre 1925 in Limhamn zur G 24 ummotorisiert worden war. Aufgefundenen Angaben zufolge sind insgesamt elf der einstigen Passagierflugzeuge zu Luftfrachtern F 24 umgebaut worden. Dieser Typ war das erste Junkers-Frachtflugzeug.