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Hugo Junkers -
Ein Leben für die Technik.
Junkers Bosch

Junkers A 25

Technische Daten: 
Verwendungszweck: 
Mehrzweckflugzeug
Baujahr: 
1925 / 1926
Besatzung: 
1
Passagiere: 
1
Triebwerk: 
Junkers L2
Leistung (kW): 
143 kW
Leistung (PS): 
195 PS
Spannweite: 
15,34 m
Länge: 
8,35 m
Höhe: 
3,05 m
Höchstgeschwindigkeit: 
190 km/h
Startmasse: 
1600 kg

Der zweisitzige Ganzmetall-Tiefdecker A 25 (Entwicklungslinie: J 11 - A 20 - A 25) unterschied sich äußerlich kaum von dem Mehrzweckflugzeug A 20 aus dem Jahre 1923. Im wesentlichen handelte es sich um das ummotorisierte gleiche Flugzeug. Inzwischen stand der Junkers-Flugmotor L 2, der sich im Einsatz der dreimotorigen Verkehrsflugzeuge G 24 vielfältig bewährt hatte, zur Verfügung. Ab dem Zeitraum 1925 / 1926 wurde er in neugefertigte A 20-Serienflugzeuge eingebaut, welche dann unter der Typenbezeichnung A 25 angeboten worden. Auf diese Weise wurden die derweil veralteten, leistungsschwächeren Motoren Daimler D III a und BMW III a ersetzt. Verständlicherweise bemühte sich die "Junkers Motorenbau GmbH" (Jumo), mit Dessauer Flugzeugen auch selbstentwickelte und einsatzerprobte Flugmotoren zu verkaufen. Ein Erfolgsweg dafür wurden Ummotorisierungen.

Bereits im Jahre 1923 hatte das Junkers-Werk in Fili/Moskau 20 Flugzeuge des Typs A 20 für sowjetische Fliegerkräfte geliefert, montiert aus in Dessau vorgefertigten Bauteilen. Etliche davon wurden im Jahre 1926 mit dem Junkers-Motor L 2 zu A 25 umgerüstet, jedoch wurde die sowjetische Musterbezeichnung Ju 20 beibehalten. Zunehmend interessierten sich die Ostseeflotte, die Schwarzmeerflotte und die Polarflotte für das Flugzeug; es wurde auf Schwimmern oder Schneekufen vor allem für Aufklärungs-, Verbindungs- und Kurierflüge eingesetzt.

Diese Marineflugzeuge wurden (auch mit späterer erneuter Umrüstung auf den Junkers-Flugmotor L 5) bis zum Jahre 1930 verwendet, in der Polarflotte gar bis zum Jahre 1933. In den einsatztypischen wasser- und schneereichen Gebieten erwies sich der Ganzduraluminbau der Flugzeuge wegen seiner Unempfindlichkeit gegenüber Witterung und Feuchtigkeit als besonders nützlich.