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Nurflügler als Zukunftsvision: J 1000Die Visionen Hugo Junkers' reichten weit in die Zukunft. Schon 1910 erhielt er ein Patent auf ein Flugzeug, bei dem alle nicht zum Auftrieb beitragenden Komponenten vermieden und Triebwerke, Treibstofftanks sowie Besatzung, Passagiere und Fracht in einem dicken Flügel untergebracht werden sollten.Mit der damaligen Technologie waren Flugzeuge nach diesem sogenannten "Nurflügel-Patent" noch nicht möglich. Junkers führte bei seinen Flugzeugen zunächst nur das dicke Flügelprofil ein, das gegenüber den damals nur einfach gekrümmten Flügelflächen erhebliche Vorteile zeigte, was das Verhältnis von Auftrieb zu Widerstand betraf. Außerdem konnten in der hohlen Flügelstruktur die Tanks untergebracht werden. Ein Zwischenschritt zum reinen Nurflügler war das Projekt J 1000 von 1923. Bei diesem Großverkehrsflugzeug in Entenbauweise mit vorne liegendem Leitwerk sollten 100 Passagiere, die Fracht sowie die Triebwerke samt Tankanlage in einem großen Flügel mit 80 Metern Spannweite untergebracht werden. Mit dem Großflugzeug G 38 von 1929, das zwar noch einen Rumpf und ein Leitwerk hatte, in dem aber in der Flügelwurzel Passagierkabinen Platz fanden, kam Junkers der Realisierung seiner Nurflügel-Idee schon sehr nahe. In späteren Jahrzehnten verwirklichten einige andere Flugzeugbauer wie die Brüder Horten und Alexander Lippisch oder in den USA die Firma Northrop dieses Konzept. Als einziger großer Nurflügler steht heute der Bomber Northrop B-2 im Einsatz, aber bei Boeing laufen unter der Bezeichnung "Blended Wing Body" intensive Studien für ein als Nurflügler ausgelegtes Großflugzeug, das als Passagier- und Frachtflugzeug oder als Tanker und Bomber eingesetzt werden könnte. Auch Experten bei Airbus glauben, dass das Nurflügel-Konzept für künftige Großflugzeuge eine optimale Lösung darstellt. Dies zeigt, dass diese Junkers-Idee auch nach fast 100 Jahren nichts von ihrer Aktualität einbebüßt hat. |
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