Markenzeichen

Der fliegende Mensch: Junkers' Markenzeichen

Der erste Entwurf für ein symbolhaftes Markenzeichen für die Junkerswerke entstand 1916 für das Flugzeugwerk. Friedrich Peter Drömmer, ein expressionistischer Maler und Leiter des Junkers-Reklameateliers, entwarf 1924 den "Fliegenden Menschen" in Form eines abstrakten Symbols - ein Markenzeichen, das in verschiedenen Varianten patentrechtlich geschützt und ab 1925 als eingetragenes Warenzeichen der Junkerswerke im Gebrauch war.

Bis zu diesem Zeitpunkt verwendete man im wesentlichen Wortzeichen: Junkers, Prof. Junkers, Junkers & Co und anderen Kombinationen. Auch unterlag die typografische Gestaltung dem jeweiligen Zeitgeschmack. Zeitweilig war es auch üblich, das Initial "J" als Markenzeichen zu benutzen. Ebenso verwendeten die einzelnen Unternehmen der Junkerswerke zeitgleich verschiedene Schrifttypen. Sie charakterisieren einen zeitlichen und stilistischen Wandel, den das Junkers-Wortzeichen von 1892 bis 1935 durchlebt hat. Auch die Wortzeichen waren als Marke eingetragen.

Die Hausfarbe der Junkerswerke, speziell die im Flugzeug- und Motorenbau, war ein Blauton, dem als zweite Farbe zeitweilig gelb zugeordnet wurde. Diese Farbkombination in der Reklame des Junkers-Luftverkehrs geht auf den PR-Chef Andreas Fischer von Porturzyn zurück. Die Farben der heutigen Lufthansa AG erinnern an diese Zeit.

Auch nach dem erzwungenen Ausscheiden von Hugo Junkers im Oktober 1933 änderte das Junkers-Unternehmen zunächst nicht das Markenzeichen. Erst nach dessen Tod am 3. Februar 1935 wurden die Junkers Flugzeug- und die Motorenwerke vom Reichsluftfahrtministerium zum Konzern JFM (Junkers Flugzeug- und Motorenwerke) zusammen gelegt, und mit den Junkers-Erben wurde eine Neuregelung getroffen. Der Staatskonzern JFM durfte das Markenzeichen des "Fliegenden Menschen" nur noch ohne den Schriftzug Junkers verwenden. Das ursprüngliche Markenzeichen verblieb bei den Junkers-Erben. Auch die Farben veränderten sich für den JFM-Konzern. Das ursprüngliche Preußischblau wird ab 1935 durch einen helleren Blauton mit einem leichten Anteil an Türkis ersetzt. Als zweite Farbe kam ein Silberton hinzu, der das Metall der Flugzeuge und Motoren symbolisieren sollte.