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Vor 80 Jahren:
Neuer Dauerflugrekord der Dessauer Junkerswerke

Am 7. Juli 1928 landeten die beiden Junkers-Piloten Zimmermann und Risticz mit einer Junkers W 33 auf dem Junkers Werksflugplatz nach 65 Stunden und 25 Minuten Dauerflug. Sie hatten damit die bis dahin bestehende Weltbestzeit von 58 Stunden und 34 Minuten der Italiener C. Ferrarin und Del Prete überboten.

Prof. Junkers mit Chefpiloten Zimmermann und Risticz Professor Hugo Junkers mit seinem Chefpiloten Wilhelm Zimmermann (rechts im Bild) und dem Piloten Johann Risticz bei einer Feier aus Anlass des von beiden Piloten aufgestellten Dauerflug-Weltrekords von über 65 Stunden mit einer Junkers W 33 im Juli 1928.

Bereits vom 3.-5. August 1927 stellten die beiden Piloten Cornelius Edzard und Johann Risticz mit einer Junkers-W 33 einen Dauerflugrekord auf, der vom Junkers Werk im Rahmen der Vorbereitungsflüge zur Atlantiküberquerung durchgeführt wurde. Mit 52 Stunden und 22 Minuten wurde der bis dahin von den Amerikanern Chamberlin und Acosta gehaltene Dauerflugrekord von 51 Stunden und 12 Minuten eingestellt.

Der erste Versuch einer Atlantiküberquerung von Europa nach Amerika wurde mit zwei W 33 am 7./ 8. August 1927 unternommen, scheiterte jedoch infolge schlechtester Wetterbedingungen. Während die Vorbereitungen und der Start in der Öffentlichkeit und Presse euphorisch gefeiert wurden, schlug die Stimmung nach der vorzeitigen Rückkehr der "Bremen" und der Bruchlandung der "Europa" in das Gegenteil um. Nach dem Bekanntwerden eines erneuten Starts zum Transatlantikflug im April 1928 wurden in Fachkreisen solche Flüge als noch nicht technisch ausgereift bezeichnet. Selbst die Deutsche Lufthansa tat alles, um von derartigen Flügen abzuraten, da sie darin keine Förderung der Luftfahrt sah. Man bezweifelte die Betriebssicherheit des Motors für einen so langen Flug, die statische Sicherheit des Flugzeugs bei der starken Überladung mit Brennstoff... und und und.

Nach der geglückten Landung auf Greenly Island konstatierte die Besatzung Hermann Köhl, James Fitzmaurice und Freiherr v. Hünefeld, dass trotz wiedriger Umstände der Betriebsstoff noch für eine weitere Flugzeit, über die 36½ Stunden hinaus, gereicht hätte.
Nach Ankunft der mutigen Flieger in Amerika starteten die Junkers-Piloten Wilhelm Zimmermann und Johann Risticz am 5. Julli 1928 mit einer gleichen Junkers W 33 zu einem Dauerflug auf der Pendelstrecke zwischen Dessau und Leipzig-Mockau. Trotz heftiger Gewitter führte der Flug zu einem neuen Dauerflug-Rekord, der am 7. Juli 1928 nach 65 Stunden und 25 Minuten auf dem Dessauer Junkers-Werksflugplatz endete. Professor Junkers war gerade einen Tag zuvor von seiner Amerika-Reise (Empfang der Ozeanflieger in Amerika) zurückgekehrt.

Mit diesem Flug wurde abermals die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit der Junkers-Maschinen bestätigt, die vorher von nicht wenigen Kritikern öffentlich bezweifelt wurden.
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* +++ 75. Jahre Atlantik-Überquerung +++    [Meldung vom 8. April 2003]
Am 12. April 1928 startete die W 33 "Bremen" in Richtung Amerika.
Im Jahr davor fanden bereits die ersten Atlantikflüge vom amerikanischen Kontinent nach Europa statt. Mehrere Piloten blieben über dem Ozean verschollen. Einigen gelang der Flug in Etappen. Erst dem Amerikaner Charles Lindbergh gelang es, im Alleinflug die Strecke New York - Paris am 21. Mai 1927 zu bewältigen. Weitaus schwieriger war es jedoch, den Atlantik in umgekehrter Richtung gegen die vorherrschenden Westwinde zu überqueren.
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9. Februar 2010

75. Todestag von Hugo Junkers
Ein merkwürdiges Staatsbegräbnis fand am 9. Feb. 1935 am Münchner Waldfriedhof statt. Angeordnet hatte dieses prunkvolle Begräbnis Reichskanzler Hitler persönlich. Sein Stellvertreter Rudolf Hess legte nun einen Kranz an dem Grab ausgerechnet des Mannes nieder, der vorher monatelang als Staatsfeind verfolgt und um sein Lebenswerk gebracht worden war...
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