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Hugo Junkers
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Der Siegeszug der Junkers-Flugzeuge

1919
Hugo Junkers erhält am 17. Januar den Ehrentitel eines Dr. Ing. h.c. der Technischen Hochschule München. Beginn des deutschen Luftverkehrs zwischen Berlin und Weimar ab 5. Februar durch die "Deutsche Luftreederei"

Das Reichsluftfahrtamt in Berlin erteilt am 3. Mai den Junkers-Werken die offizielle Genehmigung für die Aufnahme des Luftverkehrs mit Flugpostbetrieb auf der Strecke Berlin-Dessau-Weimar zum Tagungsort der Nationalversammlung. Der Flugverkehr wird mit einer modifizierten Junkers J 10 durchgeführt. Ab 2. Juni läuft die IFA unter dem Namen: "Junkers-Flugzeugwerk AG" Dessau. Der Konstrukteur Otto Reuter (1886 - 1922) entwickelt auf Anregung von Junkers ein Verkehrsflugzeug, das bereits nach sechs Monaten, am 25. Juni 1919, zum Jungfernflug startet. Es ist das erste Ganzmetall-Kabinen-Verkehrsflugzeug der Welt. Mit dieser einmotorigen Maschine in Tiefdecker-Bauweise, der Junkers F 13, wird am 13. September mit acht Personen ein Höhenweltrekord von 6750 Metern aufgestellt.

1920
In New York entsteht die "Junkers-Larsen Airkraft-Corporation". In den USA läuft die F 13 unter der Typenbezeichnung JL 6 (Junkers-Larsen 6-Personenflugzeug). Pionierflüge der Junkers F 13 in Amerika. Unter anderem werden die Cordilleren auf 5200m Höhe überflogen, und der Junkers-Pilot Emil Monz stellt auf der Strecke Atlantic City - Philadelphia mit fast 210 km/h einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord auf. Der im Juni 1919 in Versailles unterschriebene Friedensvertrag wird ratifiziert und damit gilt u.a. ein Bauverbot für Flugzeuge in Deutschland. Bereits gefertigte Flugzeuge werden beschlagnahmt bzw. zerstört. Am 1. Oktober nimmt der Dipl.-Ing. Ernst Zindel seine Tätigkeit als Konstrukteur im Dessauer Flugzeugwerk auf. Alle wesentlichen Neuentwicklungen im Junkers-Flugzeugbau, wie die W 33 und W 34, die G 23, G 24, G 31, G 38 und Ju 52 sind eng mit seinem Namen verbunden.

1921
Die Junkerswerke stellen teilweise ihre Produktion um. Neben dem Standardprogramm der Gasdurchlauferhitzer und Kalorimeter werden nun auch Metallschränke sowie Aluminiumkoffer, Wellblechsessel, Essbestecke und andere Haushaltsgeräte gefertigt. Professor Junkers meldet sein "Tiefdecker-Patent" an, das fortan die Basis der modernen Konstruktionsweise im Flugzeugbau bildet. Im Junkers-Flugzeugwerk wird am 1. Dezember eine "Abteilung Luftverkehr Berlin-Dessau" und eine Abteilung "Junkers Luftbild" gebildet. Im Juni stellt der amerikanische Pilot Stinso in einer F13 einen neuen Dauerflug-Weltrekord auf: 26 Stunden und 19 Minuten in der Luft. Junkers-Flugzeuge legen in aller Welt 350.000 km zurück und transportieren dabei 2230 Passagiere und 2500 kg Frachtgut.

Flugtechnische Leistungen 1921:
Januar: 26 Stunden-Nonstopflug einer Junkers F 13 von Long Island (USA) nach Edmonton (Kanada);
März: Flug einer F 13 von San Francisco nach Gualaljera;
Juni: Aufstellung des Weltdauerrekordes in der Luft von 26 Stunden und 19 Minuten mit einer F 13 durch den amerikanischen Piloten Stinson.

Jahresergebnisse mit Junkers-Flugzeugen:
- Tägliche Flugleistung des Junkers-Flugverkehr 2.424 km;
- Zurückgelegte Flugstrecke: 350.000 km;
- Fluggäste: 2.230 Passagiere;
- Transport: 2.500 kg Frachtgut.

1922
Das Bauverbot für Flugzeuge wird in Deutschland durch die sogenannten "Begriffsbestimmungen" abgelöst. Junkers nimmt die Arbeit auf dem Gebiet des Flugzeugbaues wieder auf. Abschluss eines Geheimvertrages zwischen Junkers und der Sondergruppe Reichswehr / Reichswirtschaftsministerium zum Aufbau eines Flugzeugwerkes in Fili bei Moskau. Junkers-Flugzeuge legen weltweit 536.355 Flugkilometer zurück, befördern 11.005 Passagiere und transportieren 16.180 kg Fracht.

Flugtechnische Leistungen 1922:
Januar: Einsatz der ersten Junkers F 13 in Russland
Mai: Erster Direktflug einer Junkers F 13 von Berlin nach Moskau durch den Werkpilot Gothe
Juli: Entfernungsrekord im Nonstopflug Berlin - Moskau, 1.600 km in 10 Std. 40 Min. mit einer Junkers F 13
August: Teilnahme am Flugwettbewerb in Coppa del Re mit einer Junkers F 13 W durch den Werkpilot Zimmermann, Erringung des Thyrrenischen Ehrenpokals und des 2. Preises
November: Beginn einer Junkers-Flugexpedition mit einer F 13 in Havanna zur wirtschaftlichen Erkundung der kubanischen Inseln.

Jahresergebnis mit Junkers - Flugzeugen:
- 536.355 zurückgelegte Flugkilometer, das entspricht einer täglichen Flugleistung von 7.708 km;
- 11.005 Personen im Passagierflug befördert;
- 16.180 kg in Frachtflügen transportiert.

1923
Eröffnung einer IFA-Zentrale am 29. Januar in Moskau, Hauptstadt der Sowjetunion. In Fili bei Moskau wird ein Zweigbetrieb des Junkers-Flugzeugwerkes errichtet. Damit werden die wirtschaftlichen Beziehungen zu der im Dezember 1922 vereinigten UdSSR ausgebaut, die bereits durch die Firma Junkers & Co. im Zarenreich bestanden.

Silberhochzeit der Familie Hugo und Therese Junkers am 31.März mit ihren Kindern:
Hertha (geb. 9.Januar 1899), Anneliese (geb. 5.Oktober 1900), Werner (geb. 20. Juni 1902, am 25. Juni 1923 mit einer F 13 in Aracati , Brasilien, tödlich verunglückt), Ruth (geb. 20. Dezember 1903), Ilse (geb. 5.März 1905), Klaus (geb. 25. November 1906), Erhard (geb. 9. September 1908), Heinz (geb. 26. Oktober 1910), Luise (geb. 24. Mai 1913), Günter (geb. 2. April 1915), Gudrun (geb. 16. September 1916) und Dorothee (geb. 23. Juli 1920).

Im nationalen und internationalen Flugverkehr setzen sich die Junkers-Flugzeuge aufgrund ihrer hohen technischen Parameter, der Sicherheit und Zuverlässigkeit immer mehr durch. Die Junkers F 13 wird das am meisten benutzte Verkehrsflugzeug.

Ausstattung des Versuchshauses "Am Horn" des Staatlichen Bauhauses in Weimar mit Warmwasser-Apparaturen durch die Firma "Junkers & Co". Hugo Junkers besucht die Bauhaus-Ausstellung "Kunst und Technik - eine neue Einheit". Im sowjetischen Flugzeug-Zweigwerk Fili bei Moskau verlassen die ersten Junkers J 20 die Montagehallen und werden der Roten Armee übergeben.

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9. Februar 2010

75. Todestag von Hugo Junkers
Ein merkwürdiges Staatsbegräbnis fand am 9. Feb. 1935 am Münchner Waldfriedhof statt. Angeordnet hatte dieses prunkvolle Begräbnis Reichskanzler Hitler persönlich. Sein Stellvertreter Rudolf Hess legte nun einen Kranz an dem Grab ausgerechnet des Mannes nieder, der vorher monatelang als Staatsfeind verfolgt und um sein Lebenswerk gebracht worden war...
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