Der Junkers Luftverkehr

Ein geregeltes Liniennetz für die zivile Luftfahrt

Die nahezu sprunghaften Leistungsfortschritte mit Junkers-Flugzeugen nahmen seinerzeit einen wesentlichen Einfluss auf den zügigen Ausbau internationaler Flugliniennetze, die zum großen Teil von ihm selbst ins Leben gerufen wurden. Das mag auch die Ursache dafür sein, dass sich der Name Prof. Junkers und der gute Ruf der Dessauer Werke bis in die Länder aller Kontinente verbreiteten.

Auch in Punkto Luftverkehr war Junkers seiner Zeit weit voraus. Nach Ende des ersten Weltkrieges beherrschten umgebaute Militärmaschinen den beginnenden Lufttransport und an ein geregeltes Liniennetz war nicht zu denken. Junkers musste, um seine modernen, hochleistungsfähigen Verkehrsflugzeuge an den Mann zu bringen, selbst den Markt schaffen, denn den gab es damals noch nicht. Er musste selbst die Luftverkehrsgesellschaften gründen und selbst Luftverkehrslinien aufbauen und sinnvoll miteinander vernetzen.

Gesellschaften, an denen Junkers bis 1925 beteiligt war oder die ihm gehörten
Gesellschaften, an denen Junkers bis 1925 beteiligt war oder die ihm gehörten

Im Jahre 1925 umfasste das Streckennetz der von Junkers getragenen Luftverkehrslinien etwa 15.000 km und verband z.B. Helsinki mit Venedig und Petrograd mit Marseille. Damit war die völkerverbindende Konzeption von Junkers Realität geworden, der gesagt hatte: „Lasst uns das Flugzeug benutzen, um die Menschen und Nationen einander näher zu bringen“. Und: „Vor allem friedliche Bestrebungen zu fördern wird mein Hauptziel sein“.
So wurde Hugo Junkers zum bedeutendsten Wegbereiter des Luftverkehrs in Europa.

Junkers-Flugzeuge im Mitteleuropäischen Luftverkehr 1925
Junkers-Flugzeuge im Mitteleuropäischen Luftverkehr 1925

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