 |
 |
Junkers T 29
Das im Jahre 1925 neu vorgestellte Flugzeugmuster T 29 war ein einmotoriger, freitragender Tiefdecker in der bei
Junkers längst üblich gewordenen wellblechbeplankten Ganzduralumin-Bauweise. Es war ein Zweisitzer mit nebeneinander
angeordneten Sitzen, wodurch er nicht allein als Sportflugzeug, sondern auch als Schul- und Übungsflugzeug eingesetzt
werden konnte. Es sind nur zwei Flugzeuge des Typs gebaut worden.
Für die Dessauer Flugzeugentwicklung hatte die T 29 vordergründig die Funktion eines Versuchsflugzeuges, denn erstmals
wurde damit der sogenannte Junkers-Doppelflügel als Auftriebshilfe erprobt; er reichte durchgehend über die
Tragflügelspannweite. (Später ist er für den Dessauer Verkehrsflugzeugbau modifiziert übernommen worden und findet
sich beispielsweise an der G 38 und der Ju 52 in getrennten Querruder- und Landeklappensegmenten wieder.) Kraftstoffbehälter
waren als Falltanks in den Tragflächen installiert. Über die beiden offenen Sitze spannte sich ein kräftiger und breiter
Bügel, der die Insassen bei einem etwaigen Überschlag im Start- oder Landevorgang schützen sollte. Weil er wie ein
vergrößerter Haltegriff aussah, erhielt das Flugzeug den Beinamen "fliegendes Bügeleisen".
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Sport- und Schulflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1925 |
| Besatzung: | 1 Person |
| Passagiere: | 1 Person |
Triebwerk (Leistung): | Junkers L1 a 59 kW 80 PS |
| Spannweite: | 11,50 m |
| Länge: | 7,15 m |
| Höhe: | 2,25 m |
| Flügelfläche: | 15,60 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 140 km/h |
| Startmasse: | 750 kg |
|
Die Funktions- und Leistungserprobungen schlossen zu Vergleichszwecken die Teilnahme an Flugwettbewerben ein. Die T 29,
beide mit Junkers-Motoren versehen, die eine mit dem L 1 a (Kennung: D-657), die andere mit dem L 1 b (Kennung: D-666),
nahmen am "Deutschen Rundflug" des Jahres 1925 teil. In der Klasse C (Flugzeuge mit Motorleistungen von 80 bis
120 PS / 58 bis 88 kW) konnte ein dritter Rang belegt werden, und zwar hinter einer K 16 aus Dessau, die auf den zweiten
Platz gelangte. Die T 29 war der erste Sport- und Schultertiefdecker der Junkers-Werke.
|  |
 |
|  |