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Junkers T 22
Im Jahre 1923 ging in Dessau ein einsitziger Schulterdecker in die Flugerprobung, der sich vom Hochdecker T 21
im wesentlichen dadurch unterschied, dass auf den vorderen Sitz verzichtet und die Tragfläche direkt auf den
Rumpf gesetzt wurde. Auch dieses Flugzeugmuster war eine Entwicklungsleistung für das Junkers-Werk in Fili.
Es erhielt die Lizenzbezeichnung H 22 und sollte nach dem Waffeneinbau in Fili sowjetischen Fliegereinheiten
als Jagdeinsitzer Ju 22 angeboten werden.
Unter der Projektbezeichnung "Siegfried" und nach rund 9000 Konstruktionsstunden begann die Fertigung des Typs T 22
im Juni 1923. Zwei Flugzeuge wurden gebaut und erprobt (Werknummern 407 und 408). Die Erprobung des ersten der
beiden Flugzeuge erbrachte Resultate, die am Verkaufserfolg zweifeln ließen. Die im Vergleich zum Hochdecker T 21
heruntergezogenen Flügel verbesserten die Sicht des Fliegers nach oben, verschlechterte sie aber im Start- und Landevorgang.
Außerdem geriet das Flugzeug bei einigen Flügen zeitweise aus der Steuerkontrolle. Zwar konnte diese "Autorotation" durch
einen neuen strömungstechnisch veränderten Flügel behoben werden, jedoch zogen sich die Erprobungen und technischen Änderungen
über Monate hin.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Versuchsflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1923 / 19. November 1923 |
| Besatzung: | 1 Person |
| Passagiere: | - |
Triebwerk (Leistung): | BMW III a 136 kW 185 PS |
| Spannweite: | 10,77 m |
| Länge: | 6,70 m |
| Höhe: | 2,30 m |
| Flügelfläche: | 15,00 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 240 km/h |
| Startmasse: | 850 kg |
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Während die Werknummern 407 im November 1923 zum Erstflug startete, war die zweite (dann schon verbesserte) T 22
erst im April 1924 flugbereit.
Dennoch blieben die Bemühungen der Dessauer Flugzeugbauer erfolglos, denn die angebotene Jagdeinsitzerversion
bestand die sowjetische Musterprüfung nicht. Der beabsichtigte Serienbau in Fili kam deshalb nicht zustande.
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