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Junkers T 19
Ab dem 5. Mai 1922 war der Bau von kleinen und leichten Flugzeugen wieder möglich. Diese Lockerung hatte bereits
den Serienbau der K 16 begünstigt. Nun stellte der Junkers-Flugzeugbau noch im Jahre 1922 mit dem Typ T 19 den
ersten freitragenden Ganzmetall-Hochdecker vor, und zwar als Schul- und Übungsflugzeug, das jedoch hauptsächlich ein
Hochdecker-Versuchsflugzeug war. Nach Angaben des Konstrukteurs Ernst Zindel war es ein Dreisitzer, doch wurde er
zumeist zweisitzig geflogen, weshalb er vorwiegend als Zweisitzer bezeichnet wird.
Es sind nur wenige, unterschiedlich motorisierte Flugzeuge des Typs gebaut worden. Belegbar sind vier Ausführungen mit
jeweils einem Motor Siemens Sh 4; Siemens Sh 5; Armstrong-Siddeley "Deasy" (englischer Kriegsmotor); Junkers L 1.
Der Rumpf wurde in seiner Breite knapp an die Umrisse eines sitzenden Menschen angepasst. Zum Ein- und Ausstieg konnte
ein Stück der Rumpfseitenwand in voller Höhe als Tür aufgeklappt werden. Der Tragflügel war dreigeteilt, die Außenflügel
konnten für den Landtransport vom Tragflächenmittelstück getrennt werden.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Versuchsflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1922 / Juli 1922 |
| Besatzung: | 1 Person |
| Passagiere: | 1 bis 2 Personen |
Triebwerk (Leistung): | Siemens Sh 5 63 kW 85 PS |
| Spannweite: | 11,25 m |
| Länge: | 6,85 m |
| Höhe: | 2,75 m |
| Höchstgeschwindigkeit: | 133 km/h |
| Startmasse: | 765 kg |
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Mit dem Flugzeugmuster sollten vor allem Erfahrungen hinsichtlich der Flugeigenschaften, besonders der Flugstabilität
und der Steuerwirkungen, aber auch der aerodynamisch zweckmäßigen Formgebung gewonnen werden. Die Flugerprobungen wiesen auf
instabile Flugmomente hin, es gab wiederholt Bruchschäden. Zwei Flugzeuge nahmen im Jahre 1923 am internationalen Flugwettbewerb
in Gotenburg (Göteborg) teil, eines belegte den dritten Platz. Die Hochdeckererfahrungen wurden später weiterverwendet.
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