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Junkers Ju 60
Als letztes Flugzeug während Prof. Junkers` Dessauer Tätigkeit wurde das Muster Ju 60
fertiggestellt, das ein Schnellverkehrsflugzeug werden sollte. Den Auftrag hatte das
Reichsverkehrsministerium (RVM) erteilt, die Indienststellung sollte von der Lufthansa erfolgen.
Der Prototyp Ju 60 V-1 (Werknummer 4200) wurde ab Ende 1932 in Dessau den
Flugerprobungen unterzogen. Die Ergebnisse bleiben jedoch unbefriedigend.
Wegen technischer Unreife des Flugzeuges wurden die Flüge schließlich eingestellt.
Zufriedenstellend verliefen hingegen die Erprobungen der noch im Jahre 1932
fertiggestellten zweiten Ju 60 (Werknummer 4201). Sie wurde nach 75 Starts und
37 Flugstunden im Mai 1933 mit der Kennung D-2400 zugelassen (später: D-UPAL),
vom RVM abgenommen und der Lufthansa übergeben. Diese verwendete das
Flugzeug für mehrere Jahre im innerdeutschen Flugliniendienst.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Schnellverkehrsflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1932 |
| Besatzung: | 2 Personen |
| Passagiere: | 6 Personen |
Triebwerk (Leistung): | Pratt & Whitney "Hornet A-2" (404 kW / 550 PS) |
| Spannweite: | 14,30 m |
| Länge: | 11,84 m |
| Höhe: | 3,90 m |
| Flügelfläche: | 31,00 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 280 km/h |
| Startmasse: | 3100 kg |
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Die Ju 60 war ein freitragender Tiefdecker, für dessen Entwicklung die Vorzüge mehrerer
vorausgegangener Junkers-Typen berücksichtigt wurden: Glattblechrumpf wie bei der
A 48; ovaler Rumpfquerschnitt wie bei der A 50; durchgehender Doppelflügel wie bei
der Ju 52 (1m und 3m). Das Fahrwerk war zur Verminderung des Luftwiderstandes
nach vorn halb einziehbar. Zum Antrieb wurde ein Motor Pratt & Whitney "Hornet"
(404 kW / 550 PS) verwendet. In der geschlossenen Pilotenkabine waren zwei Sitzplätze,
in der Passagierkabine sechs Sitze vorhanden.
Die Ju 60 beeindruckte mit ihrer eleganten Form, die den Merknamen "Pfeil" zu
rechtfertigen schien. Jedoch erreichte sie die anvisierten Fluggeschwindigkeiten
nicht, weshalb kein weiterer Bauauftrag erfolgte. Die Serienfertigung begann erst
mit dem weiterentwickelten Typ Ju 160.
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