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Junkers JL 6
Noch im Jahre 1919 wurden ausländische Unternehmen auf den Flugzeugbau in Dessau aufmerksam.
Im selben Jahr kam es zwischen Prof. Junkers und dem US-amerikanischen Luftfahrtunternehmer
John M. Larsen zu einem Vorvertrag über F 13-Lieferungen in die USA, der später präzisiert wurde.
Die ersten beiden gelieferten Flugzeuge stammten aus der Dessauer Produktion des Jahres 1919, die
folgenden aus dem Baujahr 1920. Larsen gründete im April/Mai 1920 in New York die "Junkers-Larsen
Aircraft Corporation" für Werbeflüge und den Vertrieb der Flugzeuge unter der Typenbezeichnung JL 6
(das Kürzel für Junkers-Larsen-6-Personenflugzeug). Die Flugzeuge aus Dessau wurden auf dem
Roosevelt-Flugplatz von Mineola bei New York montiert und von einem Dessauer Werkspiloten eingeflogen,
der auch die Umschulung amerikanischer Flieger auf die JL 6 übernahm.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Verkehrsflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1919 / 1920 |
| Besatzung: | 2 Personen |
| Passagiere: | 4 Personen |
Triebwerk (Leistung): | Daimler D III a 136 kW 185 PS |
| Spannweite: | 17,75 m |
| Länge: | 9,60 m |
| Höhe: | 4,10 m |
| Flügelfläche: | 43,00 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 170 km/h |
| Startmasse: | 1815 kg |
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Insgesamt wurden 28 Flugzeuge F 13 / JL 6 mit Daimler- bzw. BMW-Motoren, teils aber auch ohne
Motor per Schiffsfracht in speziell angefertigten Transportkisten an Larsen geliefert worden. Die
Kisten mit den Bauteilen weiterer elf Flugzeuge, für Larsen bestimmt, wurden im Oktober 1920
noch vor dem Verladen infolge der Bestimmungen des Versailler Vertrages im Hamburger Hafen
beschlagnahmt und kehrten erst im Januar 1921 mit erheblichen Beschädigungen nach Dessau
zurück. Es waren die F 13 mit den Dessauer Werknummern 574 bis 584. Mit JL 6-Flugzeuge
gelangen in den USA im Jahre 1920 mehrere aufsehenerregenden Rekordflüge, die zu Verkäufen
an die Postverwaltung und die Marine führten. Diese Lieferungen in die USA waren der erste
Großauftrag für den Junkers'schen Ganzmetall-Verkehrsfluzgzeugbau und beförderten seine
wirtschaftliche Kräftigung in den Nachkriegsjahren.
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