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Junkers - Larsen JL 12
In den USA fielen die dort unter dem Namen JL 6 verkauften F 13 leider nicht nur wegen ihrer Robustheit und der
herausragenden Flugleistungen auf, sondern einige davon auch wegen spektakulärer Unfälle. Im Zeitraum vom Mai 1920
bis Februar 1921 entstanden bei vier Postfrachtflügen vernichtende Brände. Dabei starben sieben Flieger und Begleiter.
Die Ursache lag im verschleißenden Einfluss von des Brennstoffs Benzol auf die Kraftstoffleitungen aus Gummi.
Hinzu kam, wie Untersuchungen ergaben, dass Benzol bei extremen Minustemperaturen (etwa bei Flügen in kälteren
Regionen oder in großen Höhen) erstarrt. Die Gummileitungen wurden dadurch blockiert und rissen wegen der Vibration.
Bei der Rückkehr in wärmere Luftschichten tropfte das Benzol aus den Rissen und führte zu Bränden. Diese Komplikationen
endeten, als Benzin als Kraftstoff verwendet wurde.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Infanterieflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1921 (Umbau) |
| Besatzung: | 2 Personen |
| Passagiere: | - |
Triebwerk (Leistung): | Liberty 294 kW 400 PS |
| Spannweite: | 17,75 m |
| Länge: | 9,60 m |
| Höhe: | 4,10 m |
| Flügelfläche: | 43,00 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 230 km/h |
| Startmasse: | 2270 kg |
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Dennoch war der Verkauf der restlichen acht Flugzeuge, über die Larsen zum Jahresbeginn 1921 noch verfügte,
wegen dieser Unglücke sehr erschwert. Deshalb suchte Larsen nach neuen Verwertungsmöglichkeiten, ließ zumindest
eine JL 6 für militärische Zwecke umrüsten und gab dieser Version die Bezeichnung JL 12. In bestimmter Bündelung
und in Reihen hintereinander waren im Laderaum (unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 12 und 28)
Maschinengewehre mit Munitionstrommeln installiert. Die Läufe ragten teils leicht nach vorn und teils nach hinten
geneigt aus dem Flugzeugboden heraus, und sie konnten beim Zielüberflug vom Schützen, der im Cockpit neben
dem Piloten saß, mittels einer Zentralauslösung in Aktion versetzt werden. Demnach war die JL 12 ein fliegendes
MG-Feuernest und sollte zum Bekämpfen gegnerischer Infanterie- wie auch Fahrzeugkolonnen einsetzbar sein.
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