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Junkers J9

Der einsitzige Ganzmetall-Tiefdecker J 9 war eine direkte Weiterentwicklung der J 7 und - nach dem Anderthalbdecker J 4 - das zweite militärisch verwendbare Flugzeug aus Dessau.

Foto Junkers J 9

Die Arbeiten an dem Typ begannen im Zeitraum 1917/18. Die Idflieg wollte die Flugzeuge möglichst schnell beschaffen und versuchte daher, Junkers auf die material- und zeitökonomische Gemischtbauweise einzustimmen. Dazu sollte der erfahrene Jagdflugzeugfabrikant Fokker (Mitinhaber der Dessauer "Junkers-Fokker A.G.") durchsetzen, dass zumindest die Seiten- und Höhensteuer mit Stoff bespannt wurden. Doch Prof. Junkers verweigerte die Zustimmung und beharrte auf der Ganzmetallbauweise. Darüber kam es zwischen Junkers und Fokker zu Streitigkeiten, die dazu führten, dass sich Fokker von seiner Dessauer Teilhaberschaft zurückzuziehen begann.

Technische Daten:
Verwendungszweck:Jagdflugzeug
Baujahr / Erstflug:1918 / Mai 1918
Besatzung:1 Person
Passagiere:-
Triebwerk
(Leistung):
Daimler D III aü
118 kW 160 PS
Spannweite:9,00 m
Länge:7,25 m
Höhe:2,60 m
Flügelfläche:14,80 m²
Höchstgeschwindigkeit:220 km/h
Startmasse:834 kg

Die J 9 entsprach der inzwischen bekannten Junkers-Bauweise, lediglich in einzelnen Segmenten wurde infolge der allgemeinen Materialverknappung das Duraluminrohr durch Stahlrohr ersetzt. Für die Ausstattung des ersten Musters wurde der überkomprimierte Daimer-D IIIa-Motor (D III aü) gewählt, ein zweites Exemplar sollte später mit einem Benz-Motor Bz III bo erprobt werden. Rollversuche begannen im April, Flugversuche im Mai 1918, und sie ergaben sichere Steuerreaktionen im Kurven- und Rückenflug sowie bei Loopings. Beeindruckend waren zudem die erreichte Höhe und die Fluggeschwindigkeit. Die J 9 war das bis dahin schnellste Junkers-Flugzeug. Serienflugzeuge erhielten vorwiegend den Daimler-Motor D III a. Eine Ausrüstungsvatiante mit BMW-IIIa-Motor soll im November 1918 die Fluggeschwindigkeit von 240 km/h erreicht haben. Bis zum Kriegsende sind 47 Flugzeuge des Typs fertiggestellt worden.


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9. Februar 2010

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