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Junkers J8
Mit dem zweisitzigen Eindecker J 8 leitete Prof. Junkers zielstrebig das Konzept zur nunmehr variablen Nutzung
der Ganzmetall-Tiefdeckerbauweise ein, die den Dessauer Flugzeugbau zunehmend prägen sollte. Dabei wich
die zeitliche Herstellungsfolge offenbar von der Typenfolge ab: Der J 7 (Einsitzer) folgte die J 9 (Einsitzer), und
erst davon wurde wiederum die J 8 (Zweisitzer) abgeleitet.
Diese zweisitzige Variante des Eindeckers sollte als militärisch verwendbares Mehrzweckflugzeug dienen, das
sowohl für die Truppen- und Artilleriebeobachtung (Feuerleitung) als auch für das Eingreifen in den Erdkampf
geeignet sein konnte. Insofern sollte es dem Einsitzer im Hinblick auf Einsatzmöglichkeiten überlegen sein.
Möglich ist allerdings auch, dass die Dessauer Projektanten zugleich an die Schul- und Kurierflugzeugvariante
des Metalleindeckers dachten, mit dem Junkers der Alleinanbieter gewesen wäre.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Versuchsflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1917 / 1918 |
| Besatzung: | 2 Personen |
| Passagiere: | - |
Triebwerk (Leistung): | Daimler D III 118 kW 160 PS |
| Spannweite: | 12,25 m |
| Länge: | 7,90 m |
| Höhe: | 3,10 m |
| Flügelfläche: | 23,40 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 180 km/h |
| Startmasse: | 1050 kg |
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Bereits während der Entwicklung des Typs und der fertigungstechnischen Versuche erteilte die Idflieg den
Auftrag für die Produktion von Schlachtflugzeugen, die der konzipierten militärischen Mehrzweckverwendung
entsprachen. Das hatte zur Folge, dass die Erprobungen mit dem Versuchsflugzeug J 8 zugunsten des
Idflieg-Auftrages unterbrochen und sogleich als J 10-Entwicklung (Schlachtflugzeug) weitergeführt wurden.
Das Datum des Erstfluges ist strittig, denn in Dessauer Werkunterlagen finden sich dazu der Dezember
sowohl des Jahres 1917 als auch 1918. Unabhängig davon aber hatten die erreichten Flugleistungen für
die umfangreiche Datensammlung der Junkers-Flugzeugforschung nur noch vergleichsanalytische Bedeutung.
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