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Junkers J10
Das Junkers-Flugzeug J 10 wurde die Serienausführung des Versuchsbaues J 8, ausgelegt
für die militärische Mehrzweckverwendung, vor allem als Beobachtungs- und Erdkampfflugzeug.
Der Zweisitzer war am Pilotensitz mit einem starren und am Beobachtersitz mit einem
beweglichen MG ausgerüstet. Es konnten Sprengkörper mitgeführt und im Tiefflug
abgeworfen werden - diese Einsatzmöglichkeit fußte auf Berichten von J 4-Piloten,
denen zufolge von Karabinern und MGs verursachte Schusseinwirkungen bei ihren
Flugzeugen zwar zu Löchern und Beulen in der Metallbeplankung, niemals jedoch
zum Ausfall einer Maschine geführt hätten. Besonders geschätzt wurde zudem die
hohe Witterungsempfindlichkeit der Metallflugzeuge, die es erlaubte, sie wochenlang
auf freiem Felde abzustellen und dabei lediglich Motor und Propeller mit einer Schutzplane
abzudecken. Diese Möglichkeiten trugen dazu bei, dass die Idflieg ihre Aversion gegen
die Junkers'sche Ganzmetallbauweise aufzugeben begann.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Schlachtflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1918 / 4. Mai 1918 |
| Besatzung: | 2 Personen |
| Passagiere: | - |
Triebwerk (Leistung): | BMW III a - |
| Spannweite: | 12,02 m |
| Länge: | 7,90 m |
| Höhe: | 3,10 m |
| Flügelfläche: | 23,00 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 190 km/h |
| Startmasse: | 1135 kg |
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Hinzu kam, dass im letzten Kriegsjahr die deutschen Flugzeugverluste katastrophale
Ausmaße annahmen, weshalb die Idflieg zunehmend Bauaufträge schon in der
werksseitigen Erprobungsphase erteilte, um den Nachschub zu beschleunigen.
So kam es, dass die J 10-Entwicklung anfangs parallel zum J 8-Versuchsbau verlief,
bald aber vorgezogen wurde und schließlich die J 10-Erprobungen das Interesse an
der J 8 vollends verdrängten. Die J 10 war der erste einsatzfähige zweisitzige
Ganzmetall-Tiefdecker und wurde in zwei Versionen gebaut, die sich hauptsächlich
in der Flügelspannweite und Motorisierung unterschieden. Gefertigt wurden 44 dieser
Flugzeuge, acht davon bis zum Kriegsende geliefert.
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