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Junkers A 50
Ab dem Jahre 1928 verließ das erfolgreichste Junkers-Sportflugzeug die Dessauer Werkhallen.
Es war ein einmotoriger, zweisitziger Tiefdecker mit ovalem Rumpfquerschnitt und Duralwellblechbeplankung.
Für die Verwendung als Einsitzer konnte der Vordersitz mit einem an die Rumpfform angepassten
Deckel verschlossen und damit das Widerstandsmoment im Flug verringert werden. Der Prototyp
war mit einem 59 kW/80 PS-Motor des Musters Armstrong-Siddeley ausgestattet. Die Tragflächen
wiesen, im Unterschied zu den folgenden Serienausführungen, noch nicht die für die A 50 typische
leichte V-Stellung auf. Im Entwicklungsverlauf wurde die Motorisierung variiert, die Antriebsleistung
erhöhte sich dabei auf 63 kW/85 PS. Die A 50 war ein überaus elegant geformtes Flugzeug, das
durch hohe Flugleistungen auffiel. Mit einer Schwimmerversion (Schwimmergestell anstelle des
Radfahrwerkes) stellten Werkpiloten im Jahre 1930 innerhalb von zwei Wochen acht neue Weltrekorde auf.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Sportflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1928 |
| Besatzung: | 1 Person |
| Passagiere: | - |
Triebwerk (Leistung): | Armstrong Siddeley "Genet" (59 kW / 80 PS) |
| Spannweite: | 10,00 m |
| Länge: | 7,12 m |
| Höhe: | 2,40 m |
| Flügelfläche: | 13,70 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 172 km/h |
| Startmasse: | 600 kg |
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Mit einzelnen dieser Flugzeuge wurden in Dessau neuartige Konstruktionselemente flugerprobt, darunter
die Version eines flügelgesteuerten Hochdeckers mit zusätzlichen kurzen Flügelstummeln in Rumpfbodenhöhe.
Die abgestrebte Hochfläche war beweglich gelagert, ihr Anstellwinkel war zum Zwecke der Höhensteuerung
veränderbar. Andere Versuche dienten der Erprobung eines Einrad-Fahrwerkes, das unter dem Rumpf
installiert war. Unter den Flügeln montierte Stützkufen sollten das seitliche Abkippen bei Start und Landungen verhindern.
Die aufgefundenen Angaben über die Anzahl der verkauften A 50 liegen zwischen 50 und 80 Exemplaren.
Zu den Exportländern gehörten Japan, Südafrika, Australien, Brasilien, Portugal, Finnland sowie die Schweiz.
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