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Junkers A 20
Als Flugzeug in freitragender Ganzmetall-Tiefdeckerbauweise mit zwei offenen Sitzen verließ die A 20 das Dessauer Werk
und wurde fortan vor allem für Post-, Schul-, Kurier-, Sport- und Vorschungsflüge verwendet - ein Mehrzweckflugzeug also.
Auch in diesem Falle war das fertigungstechnische Grundprinzip erkennbar, durch bewährte Konstruktionsmerkmale, Baugruppen
und Ausrüstungsteile vorausgegangener Flugzeugmuster die Herstellung zu rationalisieren: Die A 20 war die Weiterentwicklung
des Wasserflugzeugtyps
J 11
aus dem Jahre 1918. Der Prototyp wurde dementsprechend auf Schwimmern vorgestellt.
Er entstand im Jahre 1923 und hatte die Spannweite von 15,27 m. Die Serienfertigung begann im Jahre 1924 mit der
Spannweite von 15,34 m. Insgesamt sind 43 dieser Flugzeuge gebaut worden. Sie waren unterschiedlich motorisiert:
Daimler D III a, BMW III a; später Junkers L 2, Junkers L 5, BMW IV. Das Fahrgestell konnte gegen ein Schwimmer- und
Schneekufengestell ausgewechselt werden. Auch mit dieser Variabilität für unterschiedliche Einsatzbedingungen entsprach
das Flugzeug der konzipierten Mehrzweckverwendung. Die A 20 wurde ihrerseits das Ausgangsmuster für die Entwicklung
neuer Typen aus Dessau.
Technische Daten:
| Verwendungszweck: | Mehrzweckflugzeug |
| Baujahr / Erstflug: | 1923 / 6. April 1923 |
| Besatzung: | 1 Person |
| Passagiere: | 1 Person |
Triebwerk (Leistung): | Daimler D III a 118 kW 160 PS |
| Spannweite: | 15,27 m |
| Länge: | 8,30 m |
| Höhe: | 2,95 m |
| Flügelfläche: | 28,30 m² |
| Höchstgeschwindigkeit: | 170 km/h |
| Startmasse: | 1500 kg |
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Werbewirksam waren einige international stark beachtete Fernflüge, die zugleich demonstrierte Zuverlässigkeitsflüge waren.
Dazu gehörte die Eröffnung der Nachtluftpoststrecke Berlin-Warnemünde-Stockholm am 18. August 1924 durch den Junkers-Luftverkehr.
Flugzeuge des Typs sind nach Chile, China, Finnland, Österreich, Persien, Spanien, Ungarn, in den Jemen, die Türkei und die UdSSR
verkauft worden. In einigen Fällen wurden sie dort für militärische Zwecke, speziell für die Küstenüberwachung oder für
Aufklärungsflüge verwendet.
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