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Junkers Bosch

Der Trimmtank spart Treibstoff

Zur Entlastung des Piloten muss ein Flugzeug immer wieder ausgetrimmt werden. Für die Höhentrimmung wird die Höhenflosse entsprechend verstellt, um die Ruderkräfte bei wechselnden Flugzuständen zu vermindern. Das führt jedoch auch zu einem erhöhten Widerstand am Leitwerk. Um dies zu vermeiden, hat Junkers schon bei der F13 die Schwerpunkttrimmung eingeführt.

Dabei wird Kraftstoff von den Haupttanks in einen kleinen Trimmtank im Heck umgepumpt, so dass der Schwerpunkt etwas nach hinten verschoben wird. Damit bleiben die Ruderkräfte klein. Dieses Konzept des Trimmtanks wurde erst in den siebziger Jahren wieder in der Concorde angewandt. Beim Überschreiten der Schallgeschwindigkeit verschiebt sich nämlich der Angriffspunkt des Auftriebes so stark nach hinten, dass dies mit einer normalen Trimmung nicht ausgeglichen werden kann. Deshalb wird automatisch Kraftstoff in einen Hecktank gepumpt, um das kopflastige Moment auszugleichen. Aufgrund der Erfahrungen mit der Concorde hat einige Jahre später auch Airbus erstmals in der A310 den Trimmtank eingeführt. Damit sollte erreicht werden, dass im Reiseflug die Trimmausschläge des Höhenleitwerks möglichst gering bleiben, um Widerstand zu sparen. Inzwischen fliegen weitere Langstrecken-Airbuse wie die A330/A340 ebenfalls mit Trimmtanks, und seit einigen Jahren hat auch Boeing seine 777 mit einem Trimmtanksystem ausgestattet.