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Junkers Bosch

Verbindung von Landeklappen mit Querrudern und Trimmung

Bei Start und Landung eines Flugzeuges muss der höchstmögliche Auftrieb erzeugt werden. Dazu dienen vor allem die Landeklappen, die an der Hinterkante des Flügels ausgefahren werden, um die Wölbung des Profils zu vergrößern.

Junkers hat in der JU52 erstmals auch die Querruder zur Auftriebserzeugung herangezogen, die ab einem gewissen Landeklappenausschlag automatisch und gleichsinnig etwas nach unten gefahren wurden. Damit wird nicht nur der Auftrieb generell erhöht, sondern die Auftriebsverteilung über die ganze Spannweite erreicht eine ideale elliptische Form.

Diese Kombination der Querruder mit den Landeklappen wurde später in vielen Kurzstartflugzeugen genutzt, so z.B. in der Dornier Do 27 und DO 28. Heute plant auch Boeing diese Konzept für eine neue Langstreckenversion der Boeing 747-400. Die erhöhte Kraftstoffzuladung steigert das Startgewicht dieses Flugzeuges so sehr, dass nur mit angestellten, auftrieberhöhenden Querrudern der nötige Auftrieb erzeugt werden kann.

In der Ju 52 wurde außerdem die Betätigung der Landeklappen mit der Höhentrimmung verbunden, so dass beim Ausschlag der Klappen automatisch auch die Trimmung entsprechend betätigt wird. Dies erleichtert die Arbeit des Piloten bei der Landung. Die automatische Trimmung beim Landeklappenausschlag gehört heute zum Standard im modernen Flugzeugbau.